Wertstoffhof Bruchsal (de)
Ausflug nach Bruchsal zum Recyclinghof
Am Mittwoch 17. Juni machten wir gemeinsam mit unseren französischen Austauschschülern aus Marseille eine Betribsbesichtigung bei der Wertstoffsortieranlage GfA in Bruchsal. Diese Besichtigung fand im Rahmen unseres zweijährigen Comenius-Projektes statt. Bei dem Recyclinghof angekommen gab uns Herr Strüfen, unser Führer, erst einmal Schutzwesten für die kommende Führung auf dem Gelände. Dann ging es auch schon los. Zuerst zeigte uns Herr Strüfen die Sammelstelle für den Wertstoff aus dem ganzen Landkreis Karlsruhe. Der Wertstoffmüll beträgt 53000 Tonnen im Jahr und Wertstoffsperrmüll ca. 73000 Tonnen. Letzteres wird als Ersatzbrennstoff für Kraftwerke benutzt. Das Altholz wird geschrettert und weiterverwertet In der Abladehalle der Wertstoffe stapeln sich riesige Müllberge, in denen sich auch Materialien befinden, die nicht zu dem Wertstoffmüll gehören wie z.B. Besen, Hemden und Hundeleinen. Der Elektromüll wird sofort fertig sortiert. Der Restmüll wird übrigens nicht auf diesem Hof angeliefert sondern in speziellen Müllverbrennungsanlagen direkt verbrannt. Der Wertstoff wird zunächst maschinell getrennt. Mit Magneten werden z.B. metallische Teile heraussortiert. Luftgebläse gekoppelt an Infrarotlampen dienen dazu das Papier herauszutrennen. Die Hauptarbeit wird jedoch von Hand erledigt. Viele Mitarbeiter stehen an den unterschiedlichsten Förderbändern und sortieren den übrigen Wertstoff.
Die Sortierung ermöglicht es, dass viele Materialien kostengünstig und energiesparend wieder verwendet werden können. Z.B. bei der Herstellung von Aluminiumteilen kann 90% der Energie eingespart werden. Kunstoffprodukte, wie z.B. Gartenmöbel oder Bierkästen müssen nicht aus Erdöl hergestellt werden. Pappkartons werden aus Altpapier hergestellt. Darum wird der Wertstoff, nachdem er sortiert wurde, in 1m x 2m große Ballen gepresst. Dies geschieht in der Ballenpresse. Ein Papierballen wiegt ca. 750 kg. Pappe wiegt nur 550 kg. Für die Lagerung im Freien werden die Ballen in Folien eingepackt. Damit war unsere Führung auch schon beendet und wir konnten Herr Strüfen noch Fragen stellen zu Unklarheiten. (Svenja Liebig)






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